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1. Projektphase (2000-2003)

Aufgrund der Bedeutung des hydrologischen Zyklus für die Verfügbarkeit von Frischwasser wurden im Laufe der ersten dreijährigen Projektphase die wesentlichen Aspekte des Wasserhaushalts und des menschlichen Handelns in den beiden Untersuchungsregionen diagnostiziert und quantifiziert. In einem integrativen Ansatz wurden die bestehenden Zusammenhänge und Abhängigkeiten innerhalb des hydrologischen Kreislaufs mit Hilfe existierender numerischer und konzeptioneller Modelle der einzelnen beteiligten Disziplinen erfaßt und die Modelle für die jeweilige Region und Fragestellung angepasst und verifiziert. Grundlagenforschung wurde nur in den Fällen betrieben, wo nicht auf bestehendes Wissen in der Literatur und Erfahrung zurückgegriffen werden konnte.

Zu Beginn des Vorhabens hat sich gezeigt, dass die vorhandene Datengrundlage teilweise unzureichend war. In diesen Fällen wurden eigene umfangreiche Datenerhebungen vor allem im Bereich der Sozioökonomie, der Ethnologie und Medizin durchgeführt. Insbesondere für die Anpassung und Verifikation der naturwissenschaftlichen Modelle wurden die vorhandenen lokalen Datennetze durch die Installation eigener Instrumente entlang eines Höhengradienten (in Marokko) oder auf Intensivmessflächen (in Benin) verdichtet.

Am Oberlauf des Ouémé wurde in Kooperation mit dem IRD (Institut de Recherche pour le Développement) das bestehende hydro-meteorologische Messnetz erweitert, mit einem Schwerpunkt auf der Super Test Site „Aguima”. Im Drâa-Einzugsgebiet wurden 12 Klimastationen und 10 eingezäunte Dauerbeobachtungsflächen für Vegetation entlang eines Höhentransekts vom Hohen Atlas zur präsaharischen Wüste eingerichtet.

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2. Projektphase (2003-2006)

In zweiten Phase (2003-2006) stand die Analyse der zukünftigen Entwicklung im Vordergrund. Dies geschah im Wesentlichen auf der Grundlage einer Kopplung geeigneter Modelle. Da die Konstruktion eines einzigen gekoppelten Systems nicht möglich erschien, wurden je nach Fragestellung unterschiedliche Systemkomponenten (= disziplinäre Modelle) gekoppelt.

Aufgrund der mit der Modellierung verbundenen großen Unsicherheiten kann die zukünftige Entwicklung nicht exakt prognostiziert werden. Vielmehr muss mittels Szenarienanalysen versucht werden, die Bandbreite wahrscheinlicher Entwicklungen abzuschätzen, damit die Akteure geeignete Handlungsempfehlungen aus den Ergebnissen ableiten können. Hierzu wurden zunächst, orientiert an den allgemeinen Entwicklungen für die untersuchten Länder und in Abstimmung mit den lokalen Stakeholdern, Grobszenarien entwickelt, die anschließend regionalisiert und für die jeweilige Fragestellung verfeinert wurden. Betrachtet wurden neben dem Klimawandel der kulturelle und soziale Wandel, der institutionelle Wandel, die Bevölkerungsdynamik, die wirtschaftliche Entwicklung und technologische Innovationen.

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3. Projektphase (2006-2009)

Die skalenabhängige, raum-zeitliche Betrachtung und Bewertung der zukünftigen Entwicklung ist die unverzichtbare Grundlage für die Entwicklung und Implementierung der benötigten Managementwerkzeuge für Entscheidungsträger im Laufe der abschließenden dritten Phase. Eine damit verbundene Aufgabe ist die Entwicklung von GIS basierten raumbezogenen Entscheidungsunterstützungssystemen (GIS based Spatial Decision Support Systems, SDSS). Ein DSS ist im wesentlichen ein computergestütztes System, das Entscheidungsträgern hilft, halbstrukturierte Probleme zu lösen, indem es ihnen den Zugang und die Nutzung von Daten und analytischen Modellen erlaubt. Es bietet dem Nutzer Schnittstellen für die Darstellung, Interpretation und Bewertung ausgewählter Daten an. Im Hinblick auf die Nutzung von räumlichen Daten müssen GIS-Funktionalitäten implementiert werden, die es ermöglichen, räumlich differenzierte Entscheidungen zu treffen.

Aufgrund des Forschungsumfanges arbeitet IMPETUS mit zahlreichen Entscheidungsträgern auf verschiedenen Ebenen mit stark unterschiedlichem Wissensstand zusammen. Benutzer mit eingeschränkten Kenntnissen wird deshalb ein Ablauf vorgegeben und sie können die Funktionalitäten mit gesetzten Parametern anwenden. Für Experten muss es möglich sein, entscheidungsrelevante Parameter zu verändern um die Auswirkungen aufzuzeigen. Für die Ausgabe werden Werkzeuge integriert, die der Erzeugung der spezifisch gewünschten Darstellung als Bericht, Karte oder Tabelle dienen.

Die Maßnahmen des Capacity Buildung sind in der dritten Phase ein weiterer Schwerpunkt. Damit wird, neben anderen wichtigen Themen, auch die Implementierung der SDSS begleitet. Die Verwendbarkeit der DSS und der IMPETUS-Datenbanken sowie die Umsetzung der in IMPETUS erarbeiteten Managementoptionen sollen damit gewährleistet werden. Auf welchen Ebenen Capacity Building durchgeführt wird, ist im Zusammenhang mit den Problem-komplexen und den jeweiligen Rahmenbedingungen in Benin und Marokko zu klären. In Benin stellen z.B. die Gemeinden einen Fokus dar, da sie durch die Dezentralisierung einen erheblichen Kompetenzzuwachs – gerade im Wasserbereich und der Landnutzungsplanung – erhalten haben und nun ihre Fähigkeiten zur Ausübung dieser Kompetenz verbessern möchten. Nicht weniger bedeutend sind Capacity Building Angebote an andere Partner wie Fach- und insbesondere Wasserbehörden auf nationaler und regionaler Ebene, Universitäten und Forschungseinrichtungen, Organisationen der Entwicklungszusammenarbeit und Vertreter der Zivilgesellschaft.

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